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Das Kinderhaus Friedenau ist ein Haus für alle Kinder

Integratives Kinder- und Jugendfreizeitheim Flipper

Ebersstraße 68
10827 Berlin
Tel: 787 46 63

Träger: Kinderhaus Friedenau e.V., Hedwigstraße 13, 12159 Berlin,
Tel.: Leitung: 8507 95 91; Verwaltung: 852 40 38

Das Kinderhaus Friedenau e.V. ist ein Elternverein. Der Verein ist Träger einer Integrationskindertagesstätte und eines integrativen Kinder- und Jugendfreizeitheimes. Ziel des Vereins ist die gemeinsame Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen im Kleinkind- und Schulalter.

Das Kinder- und Jugendfreizeitheim Flipper wurde 1994 als Kinderfreizeitheim auf der Grundlage eines offenen und integrativen Konzepts eröffnet. Kinder und Jugendliche im Alter von 8-16 Jahren können im Flipper, in dem zwei PädagogInnen tätig sind, ihre Freizeit verbringen.

Wir haben Angebote und Aktivitäten entwickelt, die den Bedürfnissen und Interessen der Kinder entsprechen. Unser Ziel ist die soziale Integration – die gemeinsame Gestaltung des Alltages soll zu einem Heranwachsen ohne Ausgrenzung und Gewalt beitragen.

Umfeld

Das Kinder- und Jugendfreizeitheim Flipper liegt in einem so genannten sozialen Brennpunktgebiet mitten im Schöneberger Kiez am Innsbrucker Platz. Armut, Arbeitslosigkeit, eine Randgruppenproblematik und hohe (Jugend)-Kriminalität kennzeichnen den Einzugsbereich des Kinderfreizeitheimes.

Unsere Einrichtung wird in erster Linie von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien besucht. Die Familien wohnen vorwiegend in den "Schöneberger Terrassen" und im „Schöneberger Dreieck“.

Welche Kinder und Jugendliche kommen zu uns?

Ungefähr 90% der Kinder und Jugendlichen kommen aus nicht-deutschen Familien unterschiedlicher Nationalität.

Wir werden täglich besucht von:

  • türkisch-kurdischen Kindern und Jugendlichen
  • arabischen Kindern und Jugendlichen
  • bosnischen Kindern und Jugendlichen
  • rumänischen Kindern und Jugendlichen
  • deutschen Kindern und Jugendlichen
Immer wieder und sehr regelmäßig besuchen uns Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Voraussetzung des Besuchs von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen ist die Begleitung durch eine Betreuungsperson.

Die Kinder und Jugendlichen aus nicht-deutschen Herkunftsländern

Die sozialen Schwierigkeiten, in denen sich die meisten Familien befinden, wirken sich massiv auf das soziale und emotionale Verhalten der Kinder und Jugendlichen aus.

Ein großer Teil der türkischen und arabischen Familien kann als streng islamisch bezeichnet werden. Diese Familien legen großen Wert darauf, ihren Kindern ihre traditionellen Werte und Normen zu vermitteln. Die Eltern versuchen tendenziell, ihre Kinder von deutschen Einflüssen fernzuhalten. Viele der Familien sind von Arbeitslosigkeit betroffen. Einige der Mütter sind alleinerziehend. In vielen Familien sind gewaltvolle Auseinandersetzungen an der Tagesordnung. Den Kindern und Jugendlichen wird durch ihren familiären Hintergrund die Integration in die deutsche Gesellschaft erschwert. Der Wortschatz der Kinder und Jugendlichen ist gering und ist eine Mischung aus der deutschen Sprache und der Herkunftssprache. Alle Kinder und Jugendlichen haben Schulschwierigkeiten; viele schwänzen die Schule. Einige Mädchen sind suizidgefährdet.

Die deutschen Kinder und Jugendlichen

Die deutsche Bevölkerung nimmt in der Region Schöneberg-Süd immer weiter ab, so dass auch der Anteil der deutschen Kinder und Jugendlichen, die das Freizeitheim besuchen sinkt. Dennoch ist unser Ziel mehr deutsche Kinder und Jugendliche für den Besuch des Freizeitheims zu gewinnen.

In den deutschen Familien treten bei ungefähr bei der Hälfte der Eltern Alkoholprobleme auf. Diese Kinder und Jugendlichen werden von ihren Eltern tendenziell vernachlässigt. Insgesamt 30% der deutschen Kinder und Jugendlichen, die unsere Einrichtung besuchen, kommen aus stabilen, intakten Familienverhältnissen. Diese Kinder und Jugendlichen sind für das Kinder- und Jugendfreizeitheim sehr wichtig, da sie einen großen Beitrag  für eine ausgewogene Atmosphäre der Kinder und Jugendlichen untereinander leisten.

Interkultureller Treffpunkt

Das Kinderfreizeitheim hat sich zu einem interkulturellen Treffpunkt entwickelt. Die verschiedenen Nationalitäten im Kinderfreizeitheim bieten den Kindern und Jugendlichen Chancen, andere kulturellen Hintergründe und Lebensformen kennenzulernen, sie bringen aber auch interkulturelle Konflikte mit sich.

Weitere Problemlagen

Die meisten Familien wohnen in beengten Verhältnissen. Viele der Eltern sind überfordert ihr eigenes Leben zu bewältigen. Ihre Probleme und Sorgen wirken sich oft auf ihr Erziehungsverhalten ihren Kindern gegenüber aus. Dies ist häufig sehr schwankend, z.T. in sich widersprüchlich und wechselt häufig zwischen Überbehütung und Vernachlässigung. Der Erziehungsstil ist häufig autoritär-restriktiv, Erziehungsmaßnahmen sind oft körperliche Züchtigungen. Die Kinder erhalten in ihren Familien wenig Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Sie besitzen wenig Frustrationstoleranz und reagieren bereits bei geringen Problemen äußerst aggressiv. Konflikte werden in der Regel körperlich-gewaltvoll ausgetragen. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass sich die Kinder und Jugendlichen oft nicht abgrenzen können, sie nicht in der Lage sind, sich gegen Provokationen und Angriffe zu wehren und stattdessen unterwürfiges Verhalten zeigen.

Leitbild und Ziele

  • Interkulturelles Zusammenleben und Integration verschiedener Kulturen
  • ntegration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen
  • Erwerb sozialer Kompetenz
  • Entwicklung und Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl
  • Emotionale Stabilität
  • Kennenlernen und Erwerb der kulturellen Normen und Werte dieser Gesellschaft
  • Entwicklung einer Geschlechtsrollenidentität
  • Unterstützung beim Schulerfolg
  • Lebensfreude
  • Erlernen von Demokratie
Öffnungszeiten und Angebote

Montag bis Freitag: 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr
in den Wintermonaten Samstagsöffnung: 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr
  • Jungengruppe, 1 x wöchentlich
  • Mädchengruppe, 1 x wöchentlich
  • Schularbeitshilfe, täglich
  • Angebote zur Mitbestimmung:
    • Kinderbesprechungen/Gesprächskreise, 1x wöchentlich
    • Kindersprecher
  • Mitgestaltung von Veranstaltungen
  • Offener Bereich:
    • Künstlerische, kreative Angebote wie:
    • Malen, Basteln oder Töpfern, täglich
    • Holzwerkstatt, täglich
    • Tägliches Essensangebot
  • Filme
  • Breakdance für Anfänger und Fortgeschrittene,  je 1 x  wöchentlich
  • Breakdance für Mädchen, 1 x wöchentlich
  • Selbstverteidigung für Mädchen, 1 x wöchentlich
  • Diverse Turniere (wie Billard, Kicker), 1 x monatlich
  • Eigenverantwortliches Programm der Kinder und Jugendlichen:
    • Discoveranstaltung 1x monatlich
  • Längerfristige Projekte mit Künstlern, welche in Aufführungen münden sollen
  • Projekt: Präsentation der eigenen Herkunftsländer durch die Kinder und Jugendlichen (Samstagsangebot)
Besondere Schwerpunkte

  • Arbeit mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen
  • Interkulturelle Arbeit
  • Integration von Kindern und Jugendlichen nicht-deutscher Herkunft
  • Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen
    Geschlechtsspezifische Angebote
  • Beteiligung und Mitbestimmung der Kinder und Jugendlichen
Arbeitsweise (Methoden)

  • Offene Arbeit
  • Gruppenarbeit
  • Geschlechtsspezifische Gruppenarbeit
  • Einzelgespräche
  • Gezielte themenorientierte Angebote
  • Sportliche Angebote
geplante Veränderungen/Erweiterungen/Perspektiven

  • Intensivere Auseinandersetzung mit schulischen Problemen, u.a. Schulschwänzen
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Schulen
  • Stärkere Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Stärkeres Einbeziehen von deutschen Kindern und Jugendlichen
  • Stärkeres Einbeziehen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen
Reflexion/Selbstevaluation

  • Wöchentliche Teamsitzungen
  • Monatliche Teamsitzungen mit der Leitung
  • Monatliche Teilnahme an Gesamtteamsitzungen des Trägers
  • Projektberatung/Supervision
  • Teilnahme an Fortbildungen/Tagungen/Seminaren
  • Regelmäßiger Austausch mit KollegInnen anderer sozialpädagogischer Einrichtungen
  • Gremienarbeit

Kooperationspartner/Gremien

  • Fach-AG Schöneberg
  • AG Mädchenarbeit in Schöneberg
  • Ortsteil-AG Schöneberg
  • Gangway e.V.
  • Jugendamt
  • „Hay-way“
  • Präventionsbeauftragte der Polizei