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Das Kinderhaus Friedenau ist ein Haus für alle Kinder

Unser Bild vom Kind - Kinder haben Rechte

Wir sehen Kinder alsgleichwertige Personen.
Für uns sind Kinder eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten. Sie sind kompetent und neugierig. Für die Entwicklung ihrer Fähigkeiten bieten wir ihnen verlässliche Beziehungen und ein Klima, welches der kindlichen Neugier Möglichkeiten bietet sich zu entfalten. Kinder streben danach ihre Umwelt zu erforschen und zu begreifen. Dazu brauchen sie Freiräume und erwachsene Bezugspersonen, die sie dabei begleiten und Vertrauen in ihre bestehenden und wachsenden Fähigkeiten haben.

Jedes Kind hat das

1. Recht auf Gleichheit
unabhängig von Rasse, Religion, Lebensart, Geschlecht, physischer und psychischer Gesundheit, Behinderung

2. Recht respektiert zu werden

  • seine Meinung zu äußern, sich mit Kindern und ErzieherInnen auseinander zu setzen

  • wahrgenommen zu werden

  • mit seiner Meinungsäußerung ernst genommen zu werden

  • auf Interessenvertretung in politischen Gremien

3. Recht auf gesunde, geistige und körperliche Entwicklung

  • auf gesunde Ernährung

  • auf positive Zuwendung und Wärme

  • auf individuelle Entwicklungsprozesse und sein eigenes Tempo

  • darauf vielfältige Erfahrungen zu machen, Konsequenzen des eigenen Verhaltens, des eigenen Handelns zu erfahren und mit Gefahren umgehen zu lernen

  • darauf geschützt zu werden

  • auf Gemeinschaft und Solidarität

  • darauf seinen Möglichkeiten entsprechend selbstbestimmt zu handeln und für sich Verantwortung zu übernehmen.

Mitbestimmungsformen

  • Kinderbesprechungen finden spontan und festgelegt statt.

Hierfür greifen wir auf verschiedene Möglichkeiten der Veranschaulichung zurück, beispielsweise bei Abstimmungsverfahren auf nonverbale Äußerungen oder Darstellungen durch Rollenspiel oder Bilder. Vielfältige Möglichkeiten der Kommunikation werden gewählt, je nachdem wie das einzelne Kind in der Lage ist, sich zu äußern.


Unser Ziel in der pädagogischen Arbeit – Die Gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung

„Es ist normal verschieden zu sein“ (Richard von Weizäcker)

Unsere Haltung und unser Handeln ist geprägt durch das Miteinander leben und lernen. Lebenskompetenz betrachten wir als oberstes übergreifendes Ziel für unsere Arbeit.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Förderung sozialer Beziehungen der Kinder untereinander und der Familien mit Kindern mit und ohne Behinderung.

Gemeinsame Erziehung bedeutet für uns, dass alle Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit und Einmaligkeit einen Platz in unserer Gesellschaft finden. Für uns ist die Unterschiedlichkeit und das was den Menschen ausmacht eine Chance für gegenseitiges Lernen und bereichernd für die Persönlichkeitsentwicklung.
Die Achtung und Wertschätzung der Persönlichkeit des einzelnen, seiner Fähigkeiten, Stärken und seiner Schwächen stehen im Mittelpunkt. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf das was das Kind kann und was es braucht um seine Fähigkeiten entfalten und sein Wissen erweitern zu können.

Die Auseinandersetzung mit Behinderung und sozial-kulturellen Unterschieden bietet uns die Chance, unsere Grenzen und Unzulänglichkeiten wahrzunehmen, damit umzugehen und daran zu wachsen.
Kinder mit und ohne Behinderung werden im Umgang miteinander vertraut. Sie profitieren von ihrer Unterschiedlichkeit, z.B. nimmt ein Kind, das nicht sehen kann, seine Umwelt anders wahr. Diese andere Wahrnehmung ist für Kinder die sehen können eine Bereicherung. Eine vielfältigere Form der Kommunikation ergibt sich dadurch, dass eine Lautsprache allein nicht mehr ausreicht.
Im Rahmen der Projektarbeit zu einem Thema gibt es differenzierte Angebote damit die Kinder gleichzeitig unterschiedliches Tun können.

Ziel der gemeinsamen Erziehung im Kinderhaus ist, dass die Kinder mit und ohne Behinderung im sozialen Miteinander ihre individuellen Stärken und Schwächen erfahren und akzeptieren lernen. Anderssein soll erlebt werden, ohne dass es zu Ausgrenzungen kommt. Die Kinder mit Behinderungen sollen ihre Möglichkeiten entdecken und angeregt werden, ihre Fähig- und Fertigkeiten zu erleben, damit eine selbstbewusste Entwicklung möglich wird.

Wichtig ist uns, durch unsere Arbeit den Integrationsgedanken in die Öffentlichkeit zu tragen.

Prinzipien und Grundsätze unserer Arbeit - Unser pädagogischer Ansatz

Unsere Einrichtungen sind Teil der Lebenswelt der Kinder. In unser Handeln beziehen wir die Erfahrungen der Kinder in der Familie, der Schule und der Umwelt mit ein.

Die Grundlage unserer Arbeit ist der Situationsansatz. Das heißt wir gehen von der aktuellen und zukünftigen Lebenssituation der Kinder, sowie von deren Entwicklungsstand aus. Basierend auf realen Situationen in der Gruppe, der Lebenswelt der Kinder, den Themen die Kinder einbringen, bestimmen wir die Ziele die sich aus den Bedürfnissen und Interessen der Kinder entwickeln und sie befähigen, ihre Umwelt zu begreifen und auf sie einzuwirken. Der Situationsansatz bietet die Möglichkeit auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes individuell zu reagieren. Aus alltäglichen Situationen können Ideen hervorgehen, woraus sich komplexe Projekte entwickeln.
Das pädagogische Angebot geht von einem ganzheitlichen Verständnis kindlicher Entwicklung aus, stützt sich auf die Fähigkeiten der Kinder und nicht auf ihre Einschränkungen, fördert die Selbständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder.
Der gute Kontakt zwischen Erzieherinnen und Kindern, der den Kindern Zeit lässt anzukommen und sich einzuleben, schafft eine vertrauensvolle Umgebung in der sie angenommen und respektiert werden und sich wohl fühlen.
Wir bieten eine Umgebung mit überschaubaren Strukturen. Wenn ein Kind den Tagesablauf, die Regeln im Haus, die Räume in ihren Funktionen kennt, kann es sich darin sicher fühlen. Aus dieser Sicherheit heraus kann es lernen und sich auf Neues, Unbekanntes einlassen. Es kann sich ausprobieren und die Welt entdecken.
Wir finden es wichtig, dass die Kinder sich ihrer selbst bewusst werden und ein Selbstbewusstsein entwickeln können.

Wichtig ist uns dabei, den Kindern im Rahmen der im Kinderhaus geltenden Regeln Freiräume zu eröffnen, um sich und die Umwelt zu entdecken, soziale Erfahrungen zu sammeln und den vielen Fragen nachzugehen, die sich täglich stellen. Wir wollen die Kinder auf ihren "Entdeckungsreisen" unterstützend begleiten und ihnen Rückhalt und Sicherheit entgegenbringen, um sich auch mal zurückziehen und besinnen zu können.

Initiierung von Bildungsprozessen

Wie sehen wir uns als Bildungseinrichtung für Kinder mit und ohne Behinderung.
Bildung ist ein aktiver Prozess
Jedes Kind bildet sich selbst indem es sich die Welt aneignet und zwar von Geburt an. Bildung findet im Alltag statt. Ein Kind entdeckt, erforscht und gestaltet seine Welt und die zu ihr gehörenden Dinge mit allen Sinnen. Kinder machen sich selbst ihr Bild von der Welt und sie tun dies aus eigenem Antrieb. Kinder wollen die Welt begreifen und in dieser Welt etwas leisten. Auch ein Kind mit einer Behinderung bildet sich selbst und zeigt uns auf vielfältige Weise was es tun möchte und wo es unsere Unterstützung benötigt. Unsere Aufgabe ist es die Themen der Kinder auf zu greifen, Interesse an Themen zu wecken
und Angebote zu unterbreiten, ebenso wie die Vermittlung von Wissen. Dabei ist uns bewusst, dass es sensible Perioden gibt, in denen Kinder besonders interessiert sind an bestimmten Inhalten und Lernbereichen.
Wir nehmen die Kinder ernst in ihren Wünschen und Interessen.

Bildung passiert im Kontakt

Soziale Beziehungen und Bindungen sind notwendig für Bildungsprozesse. Die Bewegungen, Handlungen und Äußerungen der Kinder erzeugen und benötigen eine Resonanz von den mit ihnen lebenden Personen. Unsere Antworten als Bezugspersonen ermutigen sie zu weiteren und differenzierteren Tätigkeiten.
Wir vermitteln ihnen ebenso Normen, Werte und Gebräuche.

Bildung ist sinnliche Erfahrung

Kinder sind von Geburt an mit allen Sinnen und Kräften darum bemüht sich ein Bild von der Welt zu machen.
In den ersten 4-6 Lebensjahren differenzieren sich die sensorischen, visuellen und akustischen –Wahrnehmungen besonders nachhaltig. Über Bewegung, Tasten und Fühlen, Riechen und Schmecken, Sehen und Hören gewonnene Eindrücke und Erkundungen sind besonders wichtig für die weitere Entwicklung.
Mit der Förderung der Wahrnehmung ist die Basis geschaffen, damit weiteres Lernen möglich ist.

Bildung ist lustvoll

Kinder entscheiden selbst was und wann sie etwas wissen wollen. Sie sind glücklich und stolz wenn sie etwas herausgefunden, etwas bewältigt haben was für sie von Bedeutung ist. Wenn sie sich anstrengen um mehr zu erfahren, etwas zu leisten, Widerstände und Schwierigkeiten überwinden und sind freuen es geschafft zu haben.
Spaß und Lebensfreude vermitteln gehört zum Alltag in unseren Einrichtungen.

Kompetenzen der Kinder die sie bei uns erlernen und die für ihr weiteres Leben von Bedeutung sind.

Ich-, Sozial-, Sach-, Lernmethodische Kompetenz

  • Eigene Gefühle, Unsicherheiten und Ängste wahrnehmen und Strategien des Umgangs damit erlernen

  • Wünsche und Meinungen klar äußern können

  • Kritik annehmen und äußern

  • ein Gefühl für Zeiten, Abläufe, Regeln erlernt haben

  • eine hohe sprachliche Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit erworben haben

  • eigene Stärken und Schwächen kennen und den Willen haben seine Stärken auszubauen und bei den Schwächen Fortschritte zu erzielen

  • neue Beziehungen eingehen können und alte verlassen

  • Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten

  • Stabiles Selbstbewusstsein

  • Problemlösefertigkeiten kennen und umsetzen können

  • Tätigkeiten zu Endebringen

  • Wachsende Neugier und Lernbereitschaft

  • Sich konzentrieren und aufmerksam bleiben

  • Konkrete Aufgaben verstehen, bewältigen und lösen wollen

Beobachtung, Planung undDokumentation

Eine Vorraussetzung für die pädagogische Planung ist die Beobachtung. Die gezielte Beobachtung und Dokumentation des einzelnen kindes stellen hohe Anforderungen an die ErzieherInnen und bilden die Basis für unsere Arbeit mit den kindern. Was beschäftigt die Kinder, was sind ihre Themen, wo stehen sie in ihrer Entwicklung, was sollen die nächsten Schritte sein. Aus der gezielten Beobachtung und Analyse der momentanen Handlungskompetenz des Kindes leiten wir die pädagogische Herangehensweise bezogen auf die Individualität des Kindes und die Gruppe ab.
Planung entsteht im Dialog mit den Kindern. Sie ist offen und flexibel.
Durch Experimentieren und gemeinsamer Planung erfahren die Kinder, Schritt für Schritt, Zusammenhänge zu verstehen und zu begreifen. Diese Art des Lernens befähigt sie, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.
In Förderplänen, Beobachtungs- und Entwicklungsbögen halten wir die Entwicklung des Kindes fest. Sie dienen als Grundlage für Elterngespräche und Eltern-Therapeuten-Gespräche.
Für jedes Kind gibt es ein Kindentwicklungsbuch in dem Entwicklungs- bzw. Förderpläne, Gesprächsprotokolle, Themen des Kindes, Besonderheiten, Beobachtungsbögen abgeheftet werden und die als Grundlage für Elterngespräche dienen.
In Projekten werden Themen vertieft. Teamsitzungen fehlt noch was?
Die Transparenz durch die Darstellung unserer Arbeit wertet diese auf, zwingt zur Reflexion und erleichtert anderen das Begreifen, z.B. durch Filme, Dokumentationswände. Bei der Planung von Aktionen berücksichtigen wir die zusätzliche und besondere Begleitung von Kindern mit Behinderung.

Das einzelne Kind in der Gruppe

Durch das Leben in der Gruppe erfährt das Kind eine ständige Bereicherung, aber auch eine Einschränkung durch alltägliche Regeln.
In der Gruppe wird dem Kind durch eine Vielzahl von Personen sein Verhalten gespiegelt. Das einzelne Kind hat innerhalb der Gruppe die Chance unterschiedliche Rollen wahrzunehmen und einzunehmen.
Das Leben in der Gruppe erfordert ein ständiges Ausbalancieren zwischen den individuellen Bedürfnissen und denen der Anderen.. Durch den Prozess des Anpassens und Aushandelns erfahren die Kinder sich selbst und andere wertzuschätzen. Sie lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Wir sehen es als Voraussetzung für die gemeinsame Erziehung , das Kind im Zusammenleben mit der Gruppe in seiner Individualität – seinen Eigenheiten, Besonderheiten, Fähigkeiten, Stärken, Schwächen, Bedürfnissen, Bedürftigkeiten, unterschiedlichen Lebens- und Ausdrucksweisen – zu sehen und wertzuschätzen.
Entsprechend unserem Verständnis beobachten wir die Gruppenprozesse genau und achten gezielt auf das einzelne Kind.
Es gehört zu den Aufgaben der Erzieher, sich das bereits oben beschriebene Spannungsfeld zwischen dem Einzelnen und der Gruppe bewusst zu machen, und Kinder dabei zu unterstützen, dieses Spannungsfeld zu verstehen. Dieses Verstehen vergrößert den Handlungsspielraum der Kinder und unterstützt sie in ihren Prozessen des Aushandelns.

Altersmischung und gruppenübergreifende Arbeit

Die Kinder verbringen gemeinsam einen Teil ihres Alltags im Kinderhaus. Sie können hier erfahren, wie vergnüglich und anregend, aber auch wie schwierig es sein kann, miteinander zu spielen und die Welt zu entdecken. Die Kinder erfahren sich in den altersgemischten Gruppen in unterschiedlichen Rollen. Sie erleben die Vielseitigkeit ihres eigenen Seins und die Vielseitigkeit der Gruppe und finden vielfältige Anregungen, Orientierungsmuster und Nachahmungsmöglichkeiten.
Die Aktivitäten im Kinderhaus sind vielseitig. Es finden gruppenübergreifende, aber auch gruppenbezogene Angebote statt, die Kinder je nach Interesse aufgreifen können. Durch die große Altersmischung gibt es auch gezielte Angebote für jüngere und ältere Kinder.
An Außenaktivitäten werden Schwimmen, Ausflüge, Kino- und Theaterbesuche angeboten. Im Haus finden kreative Angebote wie Werken, Basteln oder Malen , Singen / Musik, Psychomotorik, Kinderreisen, Kinderhaus-Übernachtungen,
Wasserspiele im Garten, Sommerfeste und vieles andere mehr statt.

Therapie im Kinderhaus

Wir arbeiten eng mit der Emmi-Pikler-Gesellschaft zusammen, die die therapeutische Versorgung der Kinder mit Behinderung übernimmt. In regelmäßig stattfindenden Beratungsgesprächen mit Eltern, ErzieherInnen und Therapeutinnen wird der therapeutische Bedarf ermittelt, die aktuelle Situation des Kindes besprochen und der Schwerpunkt der weiteren Förderung festgelegt. Dabei geht es darum die Situation des Kindes zu Hause und das zukünftige therapeutische und pädagogische Vorgehen zu besprechen und abzustimmen. Jede Berufsgruppe bringt ihr Fachwissen ein, d.h. es gibt eine enge Verknüpfung von pädagogisch/therapeutischem Handeln.
Die Therapien werden in Kleingruppen oder Einzeln von erfahrenen, schon lange mit dem Kinderhaus zusammenarbeitenden TherapeutInnen (Krankengymnastik / Ergotherapie / Logopädie / Musiktherapie) durchgeführt.

Regeln in unserem Kinderhaus

  • Regeln geben Kindern und Erwachsenen Orientierung und Sicherheit im Zusammenleben. Mit Hilfe von Regeln werden Achtung und Wertschätzung gegenüber Material, Umwelt und Menschen erlernt.

  • Regeln müssen einsichtig sein für Kinder, sie können von ErzieherInnen gesetzt und auch gemeinsam mit den Kindern aufgestellt werden

  • Regeln sind dazu da Grenzen aufzuzeigen

  • Regeln müssen veränderbar sein in Bezug auf Situation und Entwicklung

  • Regeln beinhalten Konsequenzen. Sie sind verbindlich für Kinder und Erwachsene

  • Regeln machen Normen und Werte deutlich und begreifbar (Achtung/Orientierung

  • Regeln werden nur da eingesetzt wo sie gebraucht werden.

Die Gestaltung der Räume

Die Räume haben eine erkennbare Funktion, um Kindern und Erwachsenen Orientierung zu geben. Sie können umgestaltet und variabel genutzt werden.

Ziel der Raumgestaltung ist es:

  • die Kinder zu Phantasie und Kreativität anzuregen

  • ihnen Kontakt- , Rückzugs- aber auch Auseinandersetzungsmöglichkeiten zu bieten

  • eigenständige Denk- und Handlungsprozesse zu fördern

  • individuelle und gemeinsame Entwicklungsprozesse zu fördern

  • sich wohl zu fühlen, sich entspannen zu können

  • sich bewegen und toben zu können

  • kindgerecht für Kinder mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen zu sein

Voraussetzung dafür sind:

  • vielfältiges Material aus Umwelt und Natur, Baumaterial, Materialein für Rollenspiele, Spiel und Bewegung, Geräusche und Musik, Gestalten und Experimentieren

  • ansprechende Präsentation der Materialien

  • multifunktionale Nutzung der beweglichen und unbeweglichen Raumelementen – Einrichtungsgegenständen: Hochebene, Podeste, Sprossenwände, Tische, Stühle, Bodenbelag (Teppich, Linoleum, Holz)

  • die Wirkung von Farben und Materialien werden bei der Auswahl berücksichtigt

  • Bereitstellung von Medien, z.B. Musik, Bücher, Informationen , Zeitschriften, Videos

Unsere Zusammenarbeit mit den Eltern

Das Kinderhaus Friedenau ist ein Elternverein. Über verschiedene Gremien haben die Eltern die Möglichkeit, über Fragen des Vereins zu diskutieren; sie haben in vielen Kinderhaus-Angelegenheiten über den Elternbeirat, der 1x monatlich tagt, ein Mitspracherecht. Wichtig ist auch die gelegentliche Unterstützung durch die Eltern, beispielsweise bei kleineren Reparaturen, Reinigungsarbeiten oder in der Gartengestaltung. Auch wenn die Elternmitwirkung auf dieser Ebene grundsätzlich freiwillig ist, lebt der Verein vom Engagement der Eltern. Wir gehen daher von einer prinzipiellen Bereitschaft zur Mitwirkung aus, wenn sich Eltern für unseren Verein entscheiden.
Elternmitarbeit in unserem Elternverein bedeutet auch die Übernahme von regelmäßigen Diensten, wie z.B. Kochen, Putzen und Gruppendienst.

Im Vordergrund steht die gute Beziehung zu den Eltern. Wir gehen davon aus, dass wir gemeinsam voneinander lernen und zwischen uns eine Erziehungspartnerschaft besteht. Wichtig ist uns, dass gegenseitige Erwartungen ausgesprochen werden. Dazu zählen Offenheit im Umgang miteinander, Kritikfähigkeit, Respekt, Achtung und Vertrauen.
Die Gespräche mit Eltern von Kindern mit Behinderung erfordern von den ErzieherInnen ein hohes Maß an Verständnis, Sensibilität und Einfühlungsvermögen. Eltern/Erzieher/Therapeuten- Gespräche über die Kinder mit Behinderung finden in Abständen statt.
Ein intensiver Elternkontakt ist uns wichtig und wir bieten Zeit für Einzelgespräche. In den regelmäßig vereinbarten Elterngesprächen geht es um die individuelle Entwicklung des Kindes und die aktuelle Situation zu Hause und in der Einrichtung. Daneben gibt es Tür- und Angel-Gespräche.
Elternabende finden regelmäßig statt. Inhalte sind die Betrachtung der Gruppenprozesse. Wo steht die Gruppe? Was sind die Themen der Kinder? Wie greifen wir sie auf? Außerdem geht es um organisatorische Belange.
In größeren Abständen finden Gesamtelternabende zu besonderen pädagogischen Themen statt.
Weiterhin besteht für die Eltern das Angebot in vereinsinternen Gremien mitzuarbeiten, wie z.B. Elterngruppen, Festkomitee, Vorstand.
Durch Fotowände, Filme, Aushänge in den Gruppen werden die Eltern über die aktuellen Themen und Besonderheiten informiert.