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Das Kinderhaus Friedenau ist ein Haus für alle Kinder

Das Kinderhaus Friedenau e.V. ist eine Elterninitiative für die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung. Als erste Einrichtung in der Bundesrepublik hat sich unser Verein für Integration eingesetzt und entsprechend ein integratives Betreuungsangebot entwickelt. Im Rahmen der Bemühungen des Kinderhauses wurde der Gedanke der Integration auch von der Fläming-Grundschule aufgenommen, zu der wir seither enge Kontakte pflegen. In unseren Elementargruppen, die sich über Friedenau verteilen, betreuen wir ca. 100 Kinder. Zusätzlich bieten wir in unserem Kinderfreizeitheim (80 Plätze) eine offene Betreuung für Schülerinnen und Schüler an.

Das Kinderhaus Friedenau ist ein Elternverein. Über verschiedene Gremien haben die Eltern die Möglichkeit, über Fragen des Vereins zu diskutieren; sie haben in vielen Kinderhaus-Angelegenheiten über den Elternbeirat ein Mitspracherecht. Wichtig ist auch die gelegentliche Unterstützung durch die Eltern, beispielsweise bei kleineren Reparaturen, Reinigungsarbeiten oder in der Gartengestaltung. Auch wenn die Elternmitwirkung auf dieser Ebene grundsätzlich freiwillig ist, lebt der Verein vom Engagement der Eltern. Wir gehen daher von einer prinzipiellen Bereitschaft zur Mitwirkung aus, wenn sich Eltern für unseren Verein entscheiden.

Unsere Einrichtungen im Überblick:

Sieben altersgemischte Kindergruppen (1,5 - 6 Jahre)

In jede Gruppe werden 14 Kinder aufgenommen, davon drei bis vier mit Behinderung. Betreut werden die Kinder durch 2 ErzieherInnen. 4 Gruppen befinden sich im Kinderhaus in der Hedwigstraße 13, eine Elementargruppe in der Lauterstr. 40 und 2 Elementargruppen in der Wielandstrasse 23.

Eine Kinderkrippe (8 Wochen -3 Jahre)

15 Kinder, darunter auch Kinder mit Behinderung, betreut von 3 ErzieherInnen, Lauterstr. 30.

Ein integratives Kinderfreizeitheim (8 - 16 Jahre)

Durch die offene Konzeption liegt keine feste Gruppengröße vor. Betreut werden die Kinder mit und ohne Behinderung durch 2 PädagogInnen. Das Kinderfreizeitheim Flipper liegt in der Ebersstraße 68.

Die PädagogInnen im Kinderhaus und in der Krippe werden durch Springer unterstützt, die bei Urlaub oder Krankheit die Arbeit in den Gruppen gewährleisten. Darüber hinaus leiten wir PraktikantInnen der Erzieherfachschulen an. Eine Leitung, zwei Verwaltungskräfte, ein Koch und eine Mitarbeiterin im Hauswirtschaftsbereich, ein Hausmeister und 3 Zivildienstleistende unterstützen uns.

Die Betreuungszeiten:

Kinderhaus Hedwigstraße 13 7.30 - 16.30
Lauterstr. 40 7.30 - 16.30
IntegrativeKinderkrippe Lauterstr.30 7.30 - 16.30
Wielandstr. 23 7.30 - 16.30
Kinderfreizeitheim Flipper, Ebersstraße 68 12.00-18.00 Uhr, in den Ferien ab 11.00 Uhr, im Winterhalbjahr auch Samstags

Schließungszeiten

In den Sommerferien gibt es eine Schließzeit von 3 Wochen.

Eine weitere Schließungszeit liegt zwischen Weihnachten und Neujahr eines jeden Jahres. In dieser Zeit ist die gesamte Einrichtung geschlossen. Ebenso ist die Einrichtung am Tag nach Himmelfahrt geschlossen.

Bei Bedarf sind in Absprache mit den Eltern auch andere Regelungen möglich.

Die genauen Schließungszeiten stehen hier.

Kosten und Elterndienste

Vereinsbeitrag 7,50 Euro / Monat
Kindergruppen im Elementarbereich Kosten:
laut KitaFöG - Tagesbetreuungskostenbeteiligungsgesetz zzgl. 15,- Euro Frühstücksgeld im Monat

Elterndienste:
Putzen der Gruppenräume;
Elternbetreuungsdienst zwei Mal im Jahr Mittwochs von 13.30 - 15.30 Uhr (zwei Eltern betreuen in dieser Zeit die Kinder in ihrer Gruppe)
Das Essen

Für alle Kinder wird im Kinderhaus gekocht. Bei uns wird professionell und sehr schmackhaft eine ausgewogene und kindgerechte Kost hergestellt, die sich an einer fleischarmen und gemüsereichen Ernährung orientiert. Für die Kinder der Krippe wird teilweise vor Ort gekocht. Außerdem stellen wir ganztägig Wasser für die Kinder bereit.

Unser pädagogischer Ansatz

Die Zusammensetzung der Kinder ist in allen Gruppen altersgemischt. Wir gehen von einem ganzheitlichen Verständnis der kindlichen Entwicklung aus. Die Fähigkeiten der Kinder stehen bei uns im Vordergrund und nicht ihre Einschränkungen. Wichtig ist uns dabei, den Kindern im Rahmen der im Kinderhaus geltenden Regeln Freiräume zu eröffnen, um sich und die Umwelt zu entdecken, soziale Erfahrungen zu sammeln und den vielen Fragen nachzugehen, die sich täglich stellen. Wir wollen die Kinder auf ihren "Entdeckungsreisen" unterstützend begleiten und ihnen Rückhalt und Sicherheit entgegenbringen. Wir schaffen Möglichkeiten, dass sich die Kinder auch ihren Bedürfnissen entsprechend zurückziehen und entspannen zu können.

Der Situationsansatz und die Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms im Rahmen unserer Konzeption bestimmen unseren pädagogischen Alltag. Wir beobachten und dokumentieren die Aktivitäten und die Entwicklung der Kinder und führen regelmäßig Elterngespräche und Elternabende durch. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit den Eltern ist sehr intensiv.

Die Eingewöhnung der neuen Kinder verläuft behutsam und wird von einem Elternteil solange begleitet, bis das Kind sich in der Gruppe sicher fühlt. In der Regel dauert dies zwei bis vier Wochen.

Die Aktivitäten im Kinderhaus sind vielfältig. Es finden gruppenübergreifende, aber auch gruppenbezogene Angebote statt, die die Kinder je nach Interesse aufgreifen können.

Einige Beispiele hierfür sind:
Schwimmen, Ausflüge, Theatervorführungen, Kino- und Theaterbesuche, kreative Angebote wie Werken, Basteln oder Malen, Singen / Musik, Ferienreisen, Kinderhaus-Übernachtungen, Wasserspiele im Garten, Sommerfeste und vieles andere mehr...
Neben den Gruppenräumen verfügen wir über Bewegungs- und Aktionsräume, eine Holzwerkstatt, einen Kreativraum, ein Bällchenbad und eine Lernwerkstatt.

Therapeutisches Angebot

Die Kinder mit Behinderungen werden bei uns im Kinderhaus therapeutisch gefördert. Wir arbeiten eng mit der Kinder- und Jugendambulanz/SPZ des VdK zusammen. In regelmäßig stattfindenden Beratungsgesprächen mit Eltern, ErzieherInnen und Therapeutinnen werden die Entwicklung des Kindes reflektiert und die Fördermöglichkeiten besprochen. Die Therapien können im Kinderhaus stattfinden und werden in Kleingruppen von erfahrenen, schon lange mit dem Kinderhaus zusammenarbeitenden TherapeutInnen (Krankengymnastik / Ergotherapie / Logopädie / Musiktherapie) durchgeführt. Ziel des therapeutischen Konzepts im Kinderhaus ist, dass die Kinder mit und ohne Behinderung im sozialen Miteinander ihre individuellen Stärken und Schwächen erfahren und akzeptieren lernen. Anderssein soll erlebt werden, ohne dass es zu Ausgrenzungen kommt. Die Kinder mit Behinderungen sollen ihre Möglichkeiten entdecken und angeregt werden, ihre Fähig- und Fertigkeiten zu erleben, damit eine selbstbewußte Entwicklung möglich wird.

Gerne stehen wir für Auskünfte und Informationen zur Verfügung.